Die abstrakte Malerei und ihre Formen, Farben und Zeichen steht im Mittelpunkt des Werks von Marius Lüscher (geb. 1974, lebt und arbeitet in Bern). Großformatige Pinselstriche, feine Linien, Farbflächen, gemalt oder gesprüht, treten in seinen Bildern in ein komplexes Miteinander. Die Formen erinnern weder an Landschaft noch an die menschliche Figur. Referenzen zeigt Marius Lüscher zur abstrakten Malerei, wie etwa zu Fernand Leger. Der Maler selbst bezeichnet seine Arbeit auf dem Hintergrund der historischen Abstraktion und der Abstraktion der Nachkriegszeit als ›Abstraktion der Abstraktion‹.
Marius Lüschers Arbeit ist eine Malerei als Handlung, die jedoch fern ist von expressiver Spontaneität sondern vielmehr in einem zielbewussten und durchdachten Vorgehen auf der Leinwand entsteht. Mit seinem fotografischen Alter Ego, Freddy Perez, erkundet der Künstler Städte wie Los Angeles, Tokio oder New York und hält dort Eindrücke von Farben und Formen mittels der Kamera fest. Sie dienen dem Künstler vor allem als Volagen für Farben und räumliche Konstellationen.
Fotos und Malerei werden zusammen ausgestellt und zeigen die Wechselwirkungen von Realität und abstrakter Malerei.