Am Anfang eines künstlerischen Werkprozesses steht in der Regel die Zeichnung. Als Skizze ist sie der erste sichtbare Ausdruck einer künstlerischen Idee. Die meisten Zeichnungen wurden nicht als eigenständige Kunstwerke geschaffen, sondern dienten der Konzeption und Umsetzung eines übergeordneten Werkes in Malerei, Bildhauerei, Architektur, Druckgrafik, Kunsthandwerk etc. Der Rundgang durch die Ausstellung folgt den Formen und Funktionen von Zeichnungen. So lässt sich innerhalb eines Werkprozesses eine grobe Abfolge von der ersten Ideenskizze, über den Kompositionsentwurf und die Detailstudie bis hin zur direkten Vorlage- oder Reinzeichnung beobachten. Über vergrößerte Details werden Einblicke in die Arbeitsweise des Künstlers und den Bildfindungsprozess ermöglicht. Die Ausstellung präsentiert prominente wie auch unbekannte meisterhafte Zeichnungen aus dem Bestand des Bremer Kupferstichkabinetts und versammelt in den beiden Studiensälen rund 50 Originale vom 15. bis 20. Jahrhundert.