Große malerische Gesten und Auftritte werden oftmals dem Männlichen zugeschrieben. Duktus, Format, Farbauftrag, aber auch Motive, sogar ganze Malstile – denkt man an den Abstrakten Expressionismus – werden mit einer Vorstellung von Maskulinität verknüpft. Daraus resultierte ein Selbstverständnis der Malerei, das von schaffender wie von betrachtender Seite gleichermaßen genährt wurde. In den Werken von Jana Euler und Thomas Eggerer begegnen uns Antworten und Gegenentwürfe auf solche malerischen Ausdrucksformen. Nicht ohne Ironie überführt Eggerer das Sujet des bürgerlichen Lustwandelns in seiner monumentalen Malerei „Waterworld“ (2015) in eine Szenerie des isolierten Nebeneinanders von selbstbezogenen, ausschließlich männlichen Figuren. Bei Eulers „Great White Fear“-Serie werden die aus dem Wasser herausragenden Haie mit der Angst, die in ihren anthropomorphisierten Gesichtern geschrieben steht, zum Ausdruck eines gesamtgesellschaftlichen Paradigmenwechsels.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Mittwoch: 10:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag: 10:00 - 20:00 Uhr
Freitag - Sonntag: 10:00 - 18:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: museum-brandhorst.de

Jana Euler, GWF 5, 2019, Foto: Diana Pfammatter, Courtesy of the artist and Galerie Neu, Berlin
17.01. - 19.04.2020

SPOT ON: Thomas Eggerer und Jana Euler

Museum Brandhorst

Theresienstraße 35 a
80333 München