Obwohl Fotografie eine Kunstform ist, bezieht sie sich nicht ausschließlich auf die Welt der Kunst. Sie spielt eine wichtige Rolle in sämtlichen Bereichen von Kultur und Alltag, die sich unvermeidlich überschneiden und im Dialog oder auch im Konflikt miteinander stehen.

In vielerlei Hinsicht führte die Akzeptanz dieser komplexen Beziehung zwischen Kunst und Nicht-Kunst dazu, dass Fotografie in den 1920er- und 1930er-Jahren hochmodern wurde. Aus dem Verständnis heraus, dass Bilder in verschiedenen Kontexten unterschiedliche Bedeutungen haben können, machten Fotograf*innen ambivalente Bilder. Ihre Arbeiten erschienen in kommerziellen Zusammenhängen und auf den Seiten avantgardistischer Zeitschriften. Einige Fotograf*innen arbeiteten gleichzeitig in den Bereichen Dokumentation, Reklame, Porträt, Mode, Wissenschaft, Kunst und mehr. Between Art and Commerce nähert sich dieser komplexen Situation über das Werk verschiedener Fotograf*innen, die unterschiedliche Positionen einnehmen. Die Ausstellung zeigt einen Künstler, der Bilder macht, die dann kommerziell genutzt werden; kommerzielle Fotograf*innen, deren Arbeiten auch in Kunstausstellungen zu sehen sind; einen Fotografen, dessen persönliches und dessen kommerzielles Werk nicht voneinander zu unterscheiden sind; einen Künstler, der Fotokunst über kommerzielle Fotografie macht; und einen Wegbereiter all dieser Positionen, der in den 1920er- und 1930er-Jahren arbeitete.

Künstler*innen: Hein Gorny, Scheltens & Abbenes, Bryan Schutmaat, Daniel Stier, Thomas Wunsch et. al.


Öffnungszeiten:
Mittwoch - Sonntag: 11:00 - 18:00 Uhr
Montag - Dienstag: geschlossen

Weitere Informatione direkt unter: port25-mannheim.de

Daniel Stier, ways of knowing, 2015
29.02. - 26.04.2020

Biennale für aktuelle Fotografie 2020: Between Art and Commerce

Port25 – Raum für Gegenwartskunst

Hafenstraße 25–27
68159 Mannheim