Vor hundert Jahren wuchs Berlin durch Eingemeindung benachbarter, bis dahin selbstständiger Städte und Gemeinden über Nacht zur drittgrößten Metropole Europas heran. Das Jubiläum in diesem Jahr ist Anlass genug Fotograf*innen und bildende Künstler*innen auf die Großstadt blicken zu lassen. Die Artothek Charlottenburg-Wilmersdorf hat seit ihrer Gründung 1974 Werke zeitgenössischer und historischer Künstler*innen und Fotograf*innen gesammelt. Sie zeigen die Stadt in ihrer Zeit und aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Es sind nicht immer Liebeshymnen oder heroische Blicke auf Berlin, sondern auch Verletzungen des Krieges, die Düsterkeit oder die Leere, die sich mit surrealen, magischen oder verspielten Stimmungen verbinden. Ein Schwerpunkt der Artothek liegt auf der Stadtfotografie und Grafik. So werden Werke von namenhaften Chronographen Berlins wie Heinrich Zille, Efraim Habermann und Karl Ludwig Lange gezeigt. Dazu kommen unter anderen Arbeiten von bildenden Künstler*innen und Fotograf*innen, wie Christo, Mila Hacke, Matthias Koeppel, Friederike von Rauch oder Wolf Vostell. Die Ausstellung 100 x Berlin will weder die Geschichte der letzten hundert Jahre abbilden, noch erhebt sie einen Anspruch die ganze Stadt zu dokumentieren. Vielmehr will sie inspirieren und auffordern, die vielen Facetten der Metropole durch die Augen und Hände der Künstler*innen anders zu sehen und neu zu begreifen.

26.05. - 16.08.2020

100 x Berlin

Kommunale Galerie Berlin

Hohenzollerndamm 176
10713 Berlin