Innerhalb der stilistisch vielstimmigen Kunst in der DDR widmet sich die Ausstellung einem Aspekt, der mit dem Begriff des sachlichen Blicks umschrieben wird. Dabei handelt es sich nicht um eine einheitliche stilistische Haltung, da die jeweiligen Handschriften und Bildaussagen hierfür zu differenziert sind. Viemehr geht es in den vorgestellten rund 80 Malereien und Plastiken von 46 Künstler*innen um einen distanzierten, z. T. kritischen Bezug zur Realität, verbunden mit einer gleichzeitigen Verankerung in einer akademisch-handwerklichen Tradition des Gegenständlichen.

Die vorgestellten Künstler*innen stehen in einem internationalen Kontext der sogenannten Neuen Figuration (Hans Platschek), die u. a. durch Pop Art und den verschiedenen Realismen an Kontur gewann. Im Westen distanzierten sich diese Spielarten des Gegenständlichen von der abstrakten Kunst – im Ostblock vom mehr oder weniger verordneten Sozialistischen Realismus. Der sachliche Blick gerät zum Innehalten im Strom der Alltäglichkeit – zum aus der Zeit Fallen und diese wiederum umso stärker bewusstmachend und individuell repräsentierend.


Öffnungszeiten:
Dienstag - Sonntag: 11:00 - 17:00 Uhr
Montag: geschlossen

Weitere Informationen direkt unter: blmk.de