» Paula Modersohn-Becker gehört ohne Frage zu den bedeutendsten Erscheinungen des deutschen Expressionismus. […] Früh schon, in Paris, nahm sie die Lehre Cézannes auf und gab klar gebaute und erfühlte Form, als die Brückemaler ihrer Stilmittel noch recht ungewiss waren.«

Diese Eloge auf die Malerin stammt von Museumsgründer Lothar-Günther Buchheim. Ihm war bewusst, dass es noch vor den »Brücke«-Künstlern eine Pionierin gab, die die Moderne von Paris nach Deutschland holte. Die in Dresden und Bremen aufgewachsene Künstlerin nennt, ähnlich den Künstlern der Dresdner Gruppe, jedoch gut fünf Jahre vor ihnen, das »Wesenhafte«, das »Monumentale« und die »Größe der Form« als Leitbegriffe. Nun soll das Werk der frühen Avantgardistin im Buchheim Museum durch eine große Ausstellung umfassend gewürdigt werden. Durch eine vergleichende Betrachtung mit Werken der »Brücke« sowie gemeinsamen Vorbildern wird die Pionierfunktion der jungen Frau für die deutsche Moderne eindrücklich erlebbar gemacht.

Dank vieler großzügiger Leihgaben können wir dieses weite Feld stichprobenartig mit Gemälden von Jeanna Bauck, Max Liebermann, Otto Modersohn, Camille Corot, Paul Cézanne, Auguste Rodin, Édouard Vuillard, Maurice Denis und Vincent van Gogh belegen.

Paula Modersohn-Becker, Stillleben mit Goldfischglas, 1906/1907, Pappe, Von der Heydt-Museum Wuppertal
16.11.2019 - 08.03.2020

Paula Modersohn-Becker: Aufbruch in die Moderne

Buchheim Museum

Am Hirschgarten 1
82347 Bernried am Starnberger See