Im Grafischen Kabinett sind ab Freitag, 14. November, 40 Schmiedearbeiten und Zeichnungen des Kunstschmieds Erich Nüchter (1903-1989) zu sehen. Am Amboss übersetzte der Augsburger Künstler seine Ideen ins Dreidimensionale. Inspiriert durch seine Vorliebe für Karikaturen schuf Nüchter zahlreiche humorvolle Eisenfiguren mit Titeln wie „Der Dackel Bazi der Familie Frisch“ oder „I kimt von der Wiesn“. Die Ausstellung läuft bis 15. März 2026. Jeweils Samstag um 15 Uhr findet eine Turnusführung statt. Der Eintritt ist frei.
Vorliebe für Karikaturen
Der Kunstschmied Erich Nüchter (1903-1989) entdeckte schon früh seine künstlerische Ader. In Augsburg zum Schlosser und Schmied ausgebildet, schrieb er sich 1920 an der Augsburger Kunstschule ein und studierte dort Malerei, unter anderem bei Hans Döllgast (1891-1974) und Karl Rupflin (1889-1973). Seine besondere Vorliebe für Karikatur und das stets ausgeübte Schmiedehandwerk führten dazu, dass er es mit großer Kunstfertigkeit und Präzision schaffte, das Material Eisen in eine feine künstlerische Form zu bringen. Seine lebensfrohen Figuren und Motive entwickelte er stets zeichnerisch und übersetzte sie am Amboss ins Dreidimensionale.
Fuggerzug als eines der Hauptwerke
Die Ausstellung zeigt rund 40 Schmiedearbeiten und Zeichnungen, darunter auch zwei seiner Hauptwerke, die Weihnachtskrippe und den sogenannten „Fuggerzug“ – ein mittelalterlicher Handelszug samt Pferden und Hunden. Der Besuchende kann den Weg von der künstlerischen Idee hin zum fertigen Kunstschmiedewerk in der Ausstellung anschaulich nachvollziehen.
Maximilianstr. 48
86150 Augsburg