Erstmals zeigt das Otto-Modersohn-Museum in Fischerhude eine Sonderausstellung mit Gemälden von Paula Modersohn-Becker (1876-1907) in einer monografischen Präsentation von 32 ihrer frühen Landschaftsstudien.
Die Landschaften stehen am Beginn der nur zehnjährigen Schaffenszeit der Künstlerin. Sie sind – obgleich zahlreicher als ihre Kinderbilder, Akte, Porträts und Stillleben – meist nur marginal in den Retrospektiven der letzten zehn Jahre der Öffentlichkeit zugänglich geworden.
Eine letzte Zusammenfassung zeigte das Paula Modersohn-Becker Museum in der Böttcherstraße in Bremen in den ersten Monaten der durch die Pandemie bedingten Schließung der Museen im Mai 2020. Die Paula Modersohn-Becker Stiftung und das Paula Modersohn-Becker Museum, beide in Bremen, sind auch die Hauptleihgeber dieser Ausstellung, ergänzt durch einige wichtige Leihgaben aus Privatsammlungen und aus dem Bestand der Otto-Modersohn-Stiftung.
Paula Modersohn-Beckers ungewöhnliche Selbständigkeit im Leben wie in der Kunst und ihr zielstrebiger Instinkt für die Entwicklung der Kunst ihrer Zeit führten sie auf den Weg zu eigener Bildsprache, die sich in dem von ihr und Otto Modersohn gebrauchten Begriff »das Ding an sich in Stimmung« manifestierte. Im Gegensatz zu den Landschaftsbildern der »Worpsweder«, die von Luftperspektive, Atmosphäre, Licht- und Schattenspiel getragen sind, schildert Paula Modersohn-Becker die Dinge in möglichster Ausschaltung der Raumtiefe ganz aus der Nähe.
Sie erfasste die Dinge, ob Landschaft oder Figur in einfachen, großen Formen und malte gewissermaßen alles als beseeltes Stillleben, das Ding an sich betonend, vom Gegenstand ausgehend – so auch ihre Landschaftsstudien - ganz in der Fläche und in der Reduktion der landschaftlichen Staffelung und Lokalfarbigkeit gehalten, sind sie Zeugnisse konzentrierter, geistiger Einfühlung in das sie prägende Erlebnis der Worpsweder Landschaft.
Öffnungszeiten:
Täglich: 10:00 – 18:00 Uhr
Weitere Informationen direkt unter: otto-modersohn-museum.de
In der Bredenau 95
28870 Fischerhude