Georg Thumbach (*1972) lebt in Fürstenzell bei Passau und war Meisterschüler von Ben Willikens an der Akademie der Bildenden Künste München. Er wurde mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet, ist regelmäßig mit Einzelausstellungen vertreten und in öffentlichen wie privaten Sammlungen präsent.

Früh bekannt wurde er für seine Kohlezeichnungen, die direkt in der Natur entstehen. Er setzt dichtes Unterholz in Nahsicht oder Wasserflächen an Flussufern mit zügig gesetztem Strich um und fängt dabei wechselndes Licht, Bewegung und Strukturen ein. Dabei geht es ihm nicht in erster Linie um die motivische Aneignung, sondern um die unmittelbare visuelle Erfassung, der sich in der Natur darbietenden Strukturen. 

Seine Holzskulpturen entstehen aus dem Dialog mit dem gefundenen Baumstamm und bringen dessen skulpturale Möglichkeiten zum Vorschein. Mit handwerklicher Sorgfalt legt er das Innenleben und die in den Jahresringen manifestierte Zeit frei. 

Das Eindringen in das Material und der Übergang von Fläche zu Tiefe sind ebenso zentrale Aspekte seiner Arbeiten an den Grobspanplatten. Auf der Grundlage der vorgegebenen Oberflächenstruktur, die bei der Herstellung durch das Pressen der Holzspäne entsteht, arbeitet Georg Thumbach mit Werkzeugen wie offenem Feuer, Schleifpapier, Stechbeitel oder Kettensäge reliefartige Strukturen heraus, die sich zwischen Abstraktion und assoziierbarer Gegenständlichkeit bewegen.


Öffentliche Führungen:
Do, 11. September, 17 Uhr
Sa, 27. September, 14 Uhr
So, 05. Oktober, 15 Uhr
So, 19. Oktober, 15 Uhr

Finissage und Künstlergespräch
So, 02. November, 15 Uhr

05.09. - 02.11.2025

Georg Thumbach: olz Wasser Feuer Erde

Museum St. Wendel - Mia-Münster-Haus

Wilhelmstraße 11
66606 St. Wendel